Hintergrund:

Diagnose hört sich erst mal nach Arzt und Kranksein an. Es geht jedoch viel mehr darum, dass in den ersten Wochen des Schuljahres nicht nur unsere neuen Schüler ihre neue Schule kennenlernen, sondern, dass auch wir unsere neuen 5er kennenlernen.

Es war uns schon immer ein Anliegen, Zeit zu investieren, damit sich unsere neuen 5er in ihrer neuen Schule mit den neuen Lehrern, Mitschülern, Fächern,... schnell wohlfühlen. Die Durchführung von gemeinschaftlichen Aktionen wie Klassenlehrertagen, Schulrallye, Klassenfühstück und ersten kleinen Ausflügen führt in der Regel schnell dazu, dass sich die Schüler und ihre Lehrer untereinander kennenlernen und eine Klassengemeinschaft entstehen kann.

Um genau zu wissen, was genau jedoch die einzelne neuen Schüler brauchen, um in ihrem Lernen weiter zu kommen, müssen wir zuerst herausfinden, wo sie gerade stehen.
In den ersten zwei Wochen lernen wir uns kennen. Wir beobachten mit dem Schüler und den Eltern, wo die Stärken und Schwächen des Kindes liegen. Diese Diagnosewochen helfen uns die Schüler schnell dort abzuholen, wo sie in ihrer Entwicklung gerade stehen.

 

Ablauf:

Angelehnt an die das seit einigen Jahren an Realschulen durchgeführte Profil AC (Assessment Center) in Klasse 8, werden unsere Schüler zu Beginn ihrer Schulzeit beim Erledigen verschiedener Aufgaben von unterschiedlichen Lehrkräften beobachtet.
Dabei werden sowohl fachliche (Deutsch,Mathematik, Naturwissenschaften), methodische (durchführen von Experimenten, herangehen an Aufgaben, ...), personale (Durchhaltevermögen, Kritikfähigkeit,...) als auch soziale (Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit,...) Fähigkeiten eingeschätzt. Im Zusammenspiel mit den Einschätzung der Eltern und den Selbsteinschätzungen der Schüler ergibt sich ein differenziertes Bild, das als Grundlage unserer weiteren Arbeit dient.

 

Beispielhafter Ablauf einer Diagnosewoche:

 

 

 

Ich finde es schön den einzelnen Schüler zu beobachten, zu sehen, wie er die Aufgabe meistert und welche Arbeitsweisen er dabei anwendet.
Zu sehen, wie einmalig und besonders jeder ist. hilft mir ihn als einzigartigen Menschen mit seinen Stärken und Schwächen zu sehen
.“  

Fr. Stapf